Massageöle selber herstellen

Gibt es etwas Schöneres als eine Geste der Zärtlichkeit?
~ Unbekannt ~

Nach einigen Selbstversuchen habe ich festgestellt, das wir viele Pflegeprodukte für unseren Körper ganz leicht selber machen können, und das mit sehr viel gesünderen Inhaltsstoffen, als es sie in jeder Drogerie zu kaufen gibt.

Nachdem ich bereits selber einige Cremes mit ätherischen Ölen hergestellt habe, kann ich sagen das Massageöle wirklich sehr einfach zu machen sind.
Dafür benötigst Du nur ein gutes Basisöl und ein bis mehrere sehr gute naturreine ätherische Öle.
Beide Komponenten werden dann einfach gemischt und schon ist Dein eigenes Massageöl fertig. Dieses Öl kann nicht nur für Entspannungsmassagen verwendet werden, sondern auch einen konkreten therapeutischen Nutzen für Körper, Geist und Seele haben. So kann es dabei helfen besser Einzuschlafen und zur Ruhe zu kommen, Deine Verdauung unterstützen, Entgiftungsprozesse beschleunigen, die Konzentrationsfähigkeit steigern oder ein natürlicher Schutzmantel sein. Natürlich gibt es auch noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten, je nach dem welche ätherischen Öle Du verwenden möchtest. Somit lohnt es sich sowohl für Masseure, wie auch für Dich, Dir den folgenden Beitrag genauer durchzulesen.

Und da Ausnahmen ja oft die Regeln bestätigen, ist bitte IMMER vor einer Anwendung der Öle abzuklären, welche Krankheiten vorhanden sind, und ob ggf. eine Schwangerschaft oder das Stillen angezeigt ist. Dem entsprechend sind die Öle auszuwählen oder einige sogar zu vermeiden.

Selbst gemachte Massageöle für Dich und Andere

Selbst gemachte Massageöle können also viele Zwecke erfüllen. Sie sind auch nicht nur dazu da, um andere Menschen zu verwöhnen, denn genauso gut kannst Du sie natürlich auch bei Dir selbst anwenden. Wie ich erfahre habe, kann dabei eine Bauchmassage besonders entspannend und gesundheitlich sehr wirkungsvoll sein. Sie hilft nicht nur Deiner Verdauung, sondern erhöht auch Dein allgemeines Wohlbefinden.
Die Massageöle kannst Du grundsätzlich an allen Körperteilen einsetzen, aber besonders empfehle ich immer wieder das Auftragen auf die Fusssohlen, dem Herz und im oft verspannten Nacken- bzw. Halsbereich, wo das Blut pulsiert. Auch die Ohren sind sehr gut dafür geeignet, was Du unter Anwendungsgebiete gerne nachlesen kannst. Hier siehst Du auch, das nicht immer eine Masseur erforderlich ist, um es Dir gut gehen zu lassen und an “Problemen” zu arbeiten.
Aber vermutlich genießt Du, genauso wie ich, solche Momente, wo Dich jemand massiert und Du einfach nur entspannt auf der Liege liegen darfst.

Was brauchst Du für die Herstellung eines Massageöls?

Für die Herstellung eines selbst gemachten Massageöls brauchst Du mindestens ein Basisöl, ein paar ätherische Öle, eine leere Flasche aus dunklem Glas, in dem Du das Massageöl aufbewahren kannst und eventuell einen kleinen Trichter zum Befüllen. Bewährt hat sich auch ein Pumpverschluss auf der Flasche, um das Öl leichter zu dosieren und zu benutzen.

Wie soll Dein Massageöl wirken?

Bei einer Massage wirken einerseits die Berührungen, das Kneten und Streichen Deiner Muskeln und andererseits die verwendeten und darin enthaltenen Öle.

Ein Basisöle pflegt und nährt im Allgemeinen Deine Haut und ermöglicht es dem Masseur leichter mit den Händen über den Körper zu gleiten.

Ätherische Öle hingegen verleihen einem Massageöl einen wunderbaren Duft und dazu noch ganz spezielle Wirkungen.
So können ätherische Öle z.B. beruhigen, anregen, schützen, wärmen, kühlen, die Wahrnehmung schärfen, die Stimmung aufhellen, das Immunsystem stärken, die Durchblutung oder die Konzentrationsfähigkeit fördern, aphrodisierend wirken und noch so viel mehr. Sie sind ein wunderbares Geschenk der Natur, das uns einfach vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bietet, die zum Teil schon seit der Antike bekannt sind und unsere Gesundheit an vielen Stellen sehr unterstützen können.

Die Basisöle für ein Massageöl (je nach Hauttyp und Anwendung)

Als erstes benötigst Du für ein Massageöl ein einfaches Basisöl (Pflanzenöl). Hier gibt natürlich viele Möglichkeiten, wobei ich mich auf Öle wie Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, Kokosöl, Sesamöl, Avocadoöl und Olivenöl beschränken werde, da sich diese bei der Hautpflege besonders bewährt haben.
Achte bitte unbedingt auf möglichst naturbelassene Öle (aus ersten Kaltpressung) in Bioqualität!

Hier findest Du die Öle, die ich am meisten verwende und auch bei Herstellung von Cremes eingesetzt habe:

  • Mandelöl hat einen sehr zarten Duft und zieht zwar tief in die Haut ein, benötigt dafür aber recht lange Zeit. Daher ist es als Massageöl sehr gut geeignet. Das Mandelöl ist auch bei empfindlicher Haut oder Neurodermitishaut einsetzbar und hat sehr positive und beruhigende Eigenschaften.
  • Jojobaöl hat dagegen einen sehr schwachen Eigenduft und kann daher sehr gut mit ätherischen Ölen aromatisiert werden. Jojobaöl ist auch sehr oxidationsbeständig und daher länger als andere Öle haltbar. Es zieht sehr gut ein und da es den körpereigenen Ölen sehr ähnelt, verleiht es trockener Haut wieder mehr Elastizität und die Feuchtigkeit kann damit besser gespeichert werden. Auch für unreine Haut ist Jojobaöl bestens geeignet, und wird häufig gerade bei Akne und Ekzemen angewendet.
  • Traubenkernöl ist quasi geruchslos. Es ist ein sehr leichtes und nicht-fettendes Öl das schnell von der Haut absorbiert wird und diese weich und geschmeidig hinterlässt. Es eignet sich besonders für fettige Haut und ist reich an Linolsäure und Vitamin E. Hinzu kommen adstringierende Eigenschaften, das es gerade für uns Frauen sehr wertvoll macht.
  • Kokosöl duftet nach Kokos, das Du bei der Kombination mit den ätherischen Ölen berücksichtigen solltest. Es zieht recht schnell in die Haut ein, erreicht aber kaum die tieferen Gewebeschichten. Das Gleitvermögen bei der Massage ist damit nicht von langer Dauer. Allerdings eignet sich Kokosöl sehr gut als Mittel gegen Bakterien und Pilze und hilft insbesondere bei trockener Haut, mehr Feuchtigkeit zu speichern.
  • Avocadoöl hat aus meiner Sicht auch ein etwas intensiveres Aroma, aber ist sehr verträglich für alle Hauttypen. Daher kann es auch bei sehr empfindlicher oder gar kranker Haut eingesetzt werden. Avocadoöl enthält Phytosterole, die sehr gut für die Zellregeneration sind. Avocadoöl lässt sich hervorragend auf der Haut verteilen und zieht gleichzeitig recht gut ein. Es ist somit ein ideales Massageöl für fast jeden Menschen.
  • Sesamöl riecht meist nussig nach Sesam, wobei zu unterscheiden ist ob der Sesam geröstet oder ungeröstet gepresst wurde. Je nach Röstdauer kann es zu einem sehr intensives Eigenaroma kommen. Bei meiner Ayurvedakur auf Sri Lanka habe ich erfahren, das es schon sehr lange als Massageöl eingesetzt wird und es gehört tatsächlich zu den besten Massageölen überhaupt. Es dringt sehr tief in die Hautschichten ein und kann sie daher auch hervorragend mit Nähr- und Heilstoffen versorgen. So ist das Sesamöl wunderbar für trockene und auch schlecht durchblutete Haut geeignet. Aufgrund des hohen Gehalts an Antioxidantien eignet es sich sehr gut für alle Hauttypen und ist länger haltbar als andere Öle. Allerdings ist zu beachten, das bei Öl aus gerösteten Sesamsamen aufgrund der zum Teil sehr hohen Temperaturen beim Rösten, der Antioxidantiengehalt verringert wird. Daher empfehle ich Dir ein Öl auszuwählen, das bei max. 100 Grad geröstet wurde.
  • Olivenöl hat oft einen sehr starken Eigengeruch – zumindest wenn es sich um ein naturbelassenes Olivenöl handelt. Es sollte daher nur in geringen Mengen mit ätherischen Ölen vermischt werden. Olivenöl zieht nur sehr langsam in die Haut ein und ist damit ebenfalls als Massageöl bestens geeignet.

Die ätherischen Öle für Dein Massageöl

Natürlich kannst Du für eine Massage nur ein reines Basisöl verwenden.
Wenn die Massage allerdings von einem bestimmten Thema bestimmt wird, dann sind ätherische Öle sehr von Nutzen. Pro 100ml Basisöl sollten etwa 15 Tropfen des ausgewählten ätherischen Öls zum Basisöl hinzugefügt werden. Wenn Du das Massageöl konkret zur Heilung oder Therapie eines gesundheitlichen Problems einsetzen möchtest, dann kann die Tropfenzahl etwas erhöht werden, z. B. bis auf 30 Tropfen. Du kannst auch nur ein einziges ätherisches Öl mit Deinem Lieblingsduft hinzufügen, aber manchmal bietet es sich an mehrere dabei zu verwenden.

Nochmal zur Erinnerung: Achte beim Kauf der Basisöle bitte möglichst auf Bioprodukte und Fair Trade, und ebenso bei den ätherischen Ölen auf sehr hohe Qualität, wie z.B. die von Young Living.

Die Zubereitung des Massageöls

Zunächst nimmst Du das Basisöl und füllst es in eine leere Flasche aus dunklem Glas. Da ist dein Öl gut geschützt und hält damit länger.
Anschließend fügst Du die ausgewählten ätherischen Öle in das Basisöl. Verschliesse dann die Flasche und schüttele sie kräftig durch, damit sich alle Bestandteile gut miteinander vermischen können. Bitte bewahre Dein selbst gemachtes Massageöl immer dunkel und möglichst kühl auf, da Pflanzenöle die Neigung haben sonst schnell ranzig zu werden. Wenn das der Fall ist, dann kann man das im Allgemeinen recht gut riechen….bääääh 😉

Bei den folgenden Rezepten habe ich kein Basisöl angegeben. Das wählst Du am besten aus der oben aufgeführten Liste selber aus, je nach Hauttyp, Anwendung und dem persönlichen Geschmack. Die ätherischen Öle können ganz nach Wunsch eingesetzt werden, allerdings ist darauf zu achten, das die gewünschten Eigenschaften vorhanden sind.

Die folgenden Beschreibungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da viele Öle sehr umfangreich in ihrer Wirkungsweise (körperlich, wie geistig/ seelisch) sind.

Massageöl zur Steigerung der Konzentration und des Lernens

Diese Massageöle sorgen für mentale Klarheit und heben die Stimmung, sie fördern die Konzentration und erhöhen die geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit. Je nach Geschmack kannst Du eine etwas würzigere Mischung auswählen oder eine lieblichere Mischung herstellen.

Ätherische Öle (pro 100 ml Basisöl):
  • Zimtrinde (3 Tropfen): fördert die Wachsamkeit, belebt, macht fröhlich und erzeugt ein Gefühl von Reichtum und Fülle
  • Orange (8 Tropfen): reinigt und hebt die Stimmung, fördert die Konzentrationsfähigkeit
  • Weihrauch (3 Tropfen): aufrichtend, ausrichtend und belebend,
  • Kardamom: (3 Tropfen): erfrischend und belebend, erhöht die Leistungspräzision

oder die etwas würzigere Mischung mit

  • Limette (8 Tropfen): macht munter und erfrischt
  • Rosmarin (3 Tropfen): belebt und energetisiert, macht wach, stimuliert das Gedächnis und stärkt mentale und analytische Fähigkeiten
  • Zypresse (2 Tropfen): beruhigt, wirkt aufrichtend, ausrichtend und belebend, und hilft, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren
  • Pfefferminze (2 Tropfen): befreit den Kopf, macht hellwach und klar, belebt alle Sinne, steigert die Leistungsfähigkeit, Konzentration und Aufmerksamkeit
    (Vorsicht beim Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten!)

Weitere ätherische Öle zur allgemeinen Konzentrations- und Leistungssteigerung sind: Jasmin, Ylang Ylang, Eukalyptus, Geranie, Lemongras, Kamille, Zitrone, sowie alle Zitrusdüfte

Sinnliches Massageöl

Es entspannt Deinen Körper, bringt den Geist zur Ruhe und erweckt die Sinnlichkeit. Damit ist es eine ideale Ölmischung für den gemütlichen, romantischen Abend zu Zweit.

Ätherische Öle (pro 100 ml):
  • Muskatellersalbei (2 Tropfen): entspannt die Muskulatur, beruhigt den Geist und hebt die Stimmung
  • Jasmin (2 Tropfen): wärmt den Körper und belebt die Sinne, unterstützt die weiblichen Energien und wirkt betörend
  • Bergamotte (6 Tropfen): wirkt entspannend und gleichzeitig belebend, hellt die Stimmung auf und macht fröhlich (aber Achtung vor UV-Strahlen)
  • Vanille (2 Tropfen): wirkt ausgleichend und verstärkt die sinnliche Wahrnehmung, steigert das Wohlbefinden und ist stimmungsaufhellend
  • Ylang Ylang (3 Tropfen): entspannt und wirkt stimmungsaufhellend, stellt Vertrauen und Frieden her, und gleicht die weiblichen und männlichen Energien aus

Weitere ätherische Öle mit aphrodisierender Wirkung sind: Patchouli, Rose und Rosenholz, Lavendel, und alternativ zum Jasmin gibt es für den Mann auch das Shutran.

Massageöl zum Schutz vor Umwelteinflüssen und energetischen Übergriffen

Neulich wurde ich gefragt, wie sich denn eine Masseur besser davor schützen kann, nicht alles von seinen Klienten zu übernehmen.
Und auch von anderen Menschen wurde ich immer wieder nach einer Ölmischung gefragt, um sich vor negativen (Umwelt-)Einflüssen besser schützen zu können. Aus diesem Grund hier meine Rezepte für zwei Schutz-Öle.
Eines, das Deine Gesundheit unterstützt und das andere mehr zum energetischen Schutz.

Ätherische Öle für die Gesundheit (pro 100 ml Basisöl):
  • Gewürznelke (4 Tropfen): hat einen Anti-Aging-Effekt, leicht betäubend (daher gern bei Zahnweh eingesetzt), gut für das Herz-Kreislaufsystem, sowie die Verdauung
  • Zimt/ Zimtrinde (3 Tropfen): gut für die Atemwege, schützt den Magen und das Herz-Kreislaufsystem, fördert die Durchblutung
  • Rosmarin (2 Tropfen): regt die Verdauung an, desinfizierend, verstärkt geistige Klarheit und hebt die Stimmung
  • Blauer Eukalyptus o. gewöhnlicher Eukalyptus (3Tropfen):
    Unterstützt die Atemfunktionen und die Lunge, beruhigt und belebt zugleich, unterstützt allgemein die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Reinigung
  • Zitrone (3 Tropfen): verstärkt die Immunkraft, reinigt und macht fröhlich

Weitere gesundheitsfördernde Öle sind: Thieves, Pfefferminz-Eukalyptus, Fenchel, Melrose, Teebaum, Balsam Tanne, Ysop, Weihrauch, Geranie, Beifuss, Kamille und Ingwer

Ätherische Öle für den energetischen Schutz (pro 100 ml Basisöl):
  • Blaufichte (4 Tropfen): löst emotionale Blockaden, ruft ein Gefühl von Schutz und Ausgeglichenheit hervor, erdend
  • Myrrhe (3 Tropfen): wirkt direkt auf den Hypothalamus, Zirbeldrüse und Hirnanhangdrüse (Kontrollzentrum der Emotionen), aufbauend und schenkt Hoffnung
  • Bergamotte (2 Tropfen): löst Stress, beruhigend und aufrichtend
  • Geranie (3 Tropfen): löst negative Erinnerungen, aufbauend, öffnet und weitet den Geist
  • Ysop (3 Tropfen): wirkt stark emotional ausgleichend, fördert die Kreativität und regt meditative Zustände an

Weitere Öle, die schützend wirken können: Angelika, Melisse, White Angelica, Rose und Rosenholz, Melrose, Ylang Ylang und Sandelholz

Massageöl zum Einschlafen

Diese Zusammenstellung erleichert Dir das Einschlafen und hilft bei einigen Menschen sogar beim Durchschlafen, so das sie danach sehr ausgeruht und erholt sind. Dazu massiere das Öl vor dem zu Bett gehen mit wenigen Tropfen an die Schläfen, hinter die Ohren, auf die Pulsadern und vor allem auf Deine Fusssohlen.

Ätherische Öle (pro 100 ml):
  • Tangerine (Mandarine) (2 Tropfen): entspannt und beruhigt die Verdauungsorgane, fördert die Durchblutung und steigert das Immunsystem, und fördert das Glücksgefühl
  • echter Lavendel (5 Tropfen): fördert die Entspannung, wirkt beruhigend und ausgleichend, ist reinigend, regeneriert das Gewebe und steigert die Konzentration
  • Baldrian (5 Tropfen): beruhigt das zentrale Nervensystem, sowie gesteigerte Emotionen, wirkt schlaffördernd und erdend
  • Sandelholz (2 Tropfen): beruhigt und entspannt, fördert den tiefen Schlaf, regt die Zirbeldrüse an und wirkt stabilisierend und erdend
  • Rose (1 Tropfen): entspannt, stärkt das Herz, schützt die Leber, erzeugt gute Laune und hat einen sehr sinnlichen harmonischen Dufteinfluss

Weitere schlaffördernde ätherische Öle sind: u.a. Stress Away, Vetiver, Melisse, Narde, Kamille, Peace & Calming, Orange

Massageöl für die den Bauch und die Verdauung

Dieses würzige Massageöl kann Dir helfen Deine Verdauung zu unterstützen. Bei einer Bauchmassage entspannt sich die Muskulatur im Bauchraum und die Öle sorgen für ein warmes angenehmes Wohlgefühl.

Ätherische Öle (pro 100 ml Basisöl):
  • Ingwer (2 – 3 Tropfen): beruhigt den Magen sowie den Verdauungstrakt, entspannt die Muskeln, ist gut für die Atemwege, verleiht Mut und steigert Deine körperliche Energie
  • Kardamom (2 Tropfen): erhebend, erfrischt und belebt gleichzeitig, hilft beim Entgiften von Kopf bis Fuss
  • Bergamotte (6 Tropfen): entspannt und lösend für die Muskulatur, unterstützt den Hormonhaushalt und hellt die Stimmung auf (aber Achtung vor UV-Strahlen)
  • Weihrauch (2 Tropfen): stärkt das Immunsystem und gilt als Verdauungshilfe, erhebt den Geist und fördert meditative Zustände
  • Neroli (2 Tropfen): beruhigt und stärkt die Verdauung, wirkt entspannend auf den Blutdruck und fördert Mut, Frieden und Freude

Weitere ätherische Öle für das Verdauungssystem sind: Ocotea, Angelika, Fenchel, Bohnenkraut, Dill, Majoran, Muskatnuss, Muskatellersalbei, spanischer Salbei und Oregano

Massageöl für die Entgiftung

Viele Menschen beschäftigen sich wegen ihrer Gesundheit mit Entschlackungs- und Ausleitungsprogrammen aller Art. Vom Saftfasten über das Master Cleanse oder bei der 5-Tages Kur kannst Du zusätzlich ein selbst gemachtes Detox-Massageöl verwenden. Es fördert den Entgiftungsprozess, unterstützt unsere Verdauung und belebt und erfrischt gleichzeitig den Geist, damit Du die Zeit der Entgiftung gut gelaunt meistern kannst. 🙂

Ätherische Öle (pro 100 ml Basisöl):
  • Rosmarin (2 Tropfen): regt die Verdauung an, desinfizierend, verstärkt geistige Klarheit und hebt die Stimmung
  • Oregano (3 Tropfen): gut für die Atemwege und die anregend auf die Verdauung, durchblutungsfördernd und
  • Zedernholz (5 Tropfen): wirkt beruhigend und reinigend, regt die Lymphen an und ist gut für den Haarwuchs
  • Grapefruit (2 Tropfen): macht fröhlich, klärt den Geist, unterstützt die Zellen beim Reinigen und Neuaufbau

Weitere entgiftende ätherische Öle sind: Teebaumöl, Wacholder, Zedernholz, Zimt, Cistus, Nelke, Zypresse, Dorado Azul, und alle Zitrusöle

ACHTUNG

Denke daran, dass ätherische Öle u.a. aufgrund ihrer hohen Konzentration allergische Reaktionen auslösen können. Teste daher vor der ersten Anwendung des selbst gemachten Massageöls zunächst eine kleine Menge des Öls (z. B. auf dem Handgelenk) und warte mind. 30 Minuten, ob unangenehme Hautreaktionen auftreten. Sollte dies der Fall sein, dann nimm umgehend ein reines Pflanzenöl und trage es auf die entsprechende Stelle auf. Damit sollte die Reaktion umgehend gestoppt werden. Wenn nicht, dann am besten sofort einen Arzt aufsuchen.

Auch wenn Du schwanger bist oder aktuell stillst, dann besprich bitte die Verwendung der Öle vorher! mit Deinem Arzt. Danke!