Die Rauhnächte und die heiligen Bibelöle – Tag 12 – Cistus/ Rose of Sharon

“Möge aus jedem Samen, den du säst, wunderschöne Blumen werden”

Es ist fast geschafft, der Tag 12 ist angebrochen und das Ende der Rauhnächte wird eingeleitet. Morgen startet dann das neue Jahr mit dem Tag der heiligen 3 Könige, dem sogenannten Hochneujahr. Somit schließt sich das Fenster der besonderen Energien in diesen Tagen und es geht an die Verwirklichung und das Erleben der Dinge, die wir die letzten 12 Tage gesät haben. Dazu stelle ich Dir heute das Öl der Zistrose, auch Rose of Sharon oder Labdanum genannt, dazu vor, das Dich unterstützt Deine innere Weisheit deutlicher wahrzunehmen und Dich mit Deiner Seele tiefer zu verbinden. Darüber hinaus werde ich Bezug nehmen auf den Dreikönigstag und den Möglichkeiten, die sich Dir heute bieten die Rauhnächte erfolgreich abzuschließen und Deinen Wünschen und Träumen noch ein bisschen zusätzlichen Schwung zu verleihen.

Wir befinden uns nun also am Ende eines Zyklus und haben damit den Dezember der Rauhnächte erreicht. Der Dezember ist nach dem gregorianischen Kalender der letzte Monat eines Sonnenjahres, während er früher der 10. Monat des 354-tägigen Mondkalenders war. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt, sodass die direkte Beziehung zwischen Namen und Monatszählung verloren ging, denn der Name Dezember leitet sich vom lateinischen decem = zehn ab. Der frühere deutsche Name des Dezembers ist Julmond. Der Name kommt vom Julfest, der germanischen Feier der Wintersonnenwende. Weitere Namen für den Dezember sind Christmonat, da Weihnachten – das Christfest – im Dezember gefeiert wird, oder auch Heilmond, da „Christus das Heil bringt“.

Und hier ist auch mein Ausgangspunkt für heute, denn es stellt sich die Frage, wie Du das was Du die letzten Tag für Dich erfahren hast und das ganze Rauhnachtsritual rund abschließen kannst. Dafür ist der heutige Tag da, denn neben der letzten Rauhnacht wird es auch die Nacht der Wunder und der Heilung genannt, als Übergang zum 06. Januar und dem Dreikönigstag. Diese Nacht war schon in früheren Zeiten von besonderer Bedeutung, auch wenn nicht klar ist woher genau der Brauch und die Bedeutung dieses Tages kommt. Weitere Namen für den 6. Januar sind eben Dreikönigstag, Hochneujahr und auch Perchtentag bzw – nacht.

Der Perchten-Tag bzw. der Dreikönigstag steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gestalt der “Perchta” , meistens in einer Bedeutung als “Lichtgestalt” (althochdeutsch peraht – hell, glänzend = Die Glänzende), die in diesem Bild das neue Jahr mit dem Hochneujahr begrüßt. Zugleich ist ihre Gestalt jedoch auch an die gesamte Zeit der Rauhnächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar gebunden. Ihr Wesen scheint eine vorchristlichen “richtenden” Gottheit darzustellen, die Nachlässigkeiten bestraft und Fleiß belohnt. Die Perchta wird auch mit dem Abbild der Frau Holle gleichgesetzt, die jeder von uns noch aus seiner Kindheit kennen mag und wird mit der keltisch germanischen Mythologie, sowie der slawischen Mythologie in Verbindung gebracht. Darin spiegelt sich der Volksglaube einer Art “Hüterin” der Rauhnächte wider, die in diesem Sinne einen stark “vorbereitenden” Charakter auf das Neue Jahr hin erhalten hat.

Das Hochneujahr wird eng mit der Taufe Jesu Christi im Fluss Jordan, sowie seinem ersten Wunder bei der Hochzeit zu Kana, verbunden. Hier hat Jesus Wasser in Wein verwandelt und so wird bei den Slawen dieser Tag auch mit einer Segnung des Wassers verknüpft.

Heute Abend bzw. Nacht und besonders auch am morgigen Tag, gilt es noch einmal das gesamte “Haus” mit Hilfe von Räucherwerk, wie Salbei, der Cistrose oder Weihrauch ein letztes Mal zu reinigen, um anschließend alles zu segnen, was im kommenden Jahr gebraucht wird. Es wird empfohlen in dieser Zeit aber nicht nur das Haus auszuräuchern, sondern auch einen Hausputz vorzunehmen und ebenso auch das Innenleben ein letztes Mal zu reinigen, damit die Samen Deiner Seele gut wachsen können. Dann wird es Dir ergehen wie der Goldmarie bei der lieben Frau Holle, Du hast Deine Arbeit für diese Tage getan und wirst mit zahlreichen Goldstücken im kommenden Jahr rechnen können.

Im katholischen Deutschland werden nach diesem altem Brauch die Häuser gesegnet mit dem ausdrücklichen Aspekt der Reinigung für das kommende Jahr. Dabei werden auch Weihwasser, Kreide, Weihrauch und Salz für den Hausgebrauch des kommenden Jahres geweiht. Der Bauer räucherte mit dem Weihrauch Haus und Hof, das zusätzlich auch mit Weihwasser besprengt werden kann, um sich dem Heiligen zu unterstellen, alle böse Gefahr abzuwehren und alles Unreine abzuwaschen. Auf den Türsturz zeichnet man mit der geweihten Kreide das jahresbezogene Zeichen CMB. CMB bezeichnet vermutlich seit dem 16. Jahrhundert die Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar, andererseits deutet man es auch als das sehr viel ältere “Christus Mansionem Benedicat”, was soviel bedeutet wie das Haus ist gesegnet durch Christus.

Somit empfehle ich Dir für den heutigen Tag und den morgigen Tag folgenden Dinge zu tun:

  • Räume noch einmal Deine gesamte Wohnung/ Haus auf und reinige es von Schmutz und anderen Unreinheiten.
    Hier bietet sich auch das Ausmisten von alten Gegenständen gut an.
  • Räuchere oder vernebel im gesamten Haus, am besten auch Dich selber, noch einmal Weihrauch, der Zistrose und/ oder Salbei.
  • Gibt es noch offene Dinge aus den letzten Tagen zu klären, dann ist heute und morgen die beste Zeit dafür
  • Segne anschließend Dein Haus, die Menschen und Tiere die darin wohnen, und auch die Dinge und Vorhaben, die Dir im kommenden Jahr wichtig sind. Dazu kannst Du natürlich die gewünschten Engel, Christus oder was auch immer Dir passend erscheint, um ihre Unterstützung bitten.

Wenn Du das erledigt hast, dann ist es fast getan und Du kannst zum schöneren Teil der Bräuche übergehen. Im Süden Deutschland gibt es am Pertchtatag nämlich noch den Brauch des “Stärk'” oder “Stärke”. Es steht dabei für Kraft und Gesundheit, und trägt damit einen rituellen Schutzcharakter vor den Gefahren des kommenden Jahres in sich, indem man sich gegen die möglichen Widrigkeiten wappnet. Dafür wird in einigen Brauhäuser extra ein “Stark”-bier gebraut und ausgeschenkt, das für das Stärk-Antrinken besonders geeignet sein soll. Dieses Starkbier nimmt man dann zu sich und trinkt sich im Kreise von Familie oder Freunden Kraft und Gesundheit – die “Stärk” – an.

Bevor ich Dir erkläre, wie Du das heutige Öl der Cistrose einsetzen kannst, hier erst noch einmal ein paar allgemeine Informationen zur Pflanze und ihrem Wirkungsbereich.

Das Bibelöl, das hier von Young Living hergestellt wird, stammt aus der Lack-Zistrose. Diese Blume wird nicht wie vermutet der Gattung der Rosen zugeordnet, sondern gehört zur Familie der Zistrosengewächse. Hierzu finden wir auf Wikipedia folgende Beschreibung der Blume. Es handelt sich bei der Zistrose um einen harzig-aromatisch riechende, sparrig-verzweigte Strauch, der stark drüsig-klebrig ist und eine Wuchshöhen bis 250 cm erreicht. Die bis zu 10 cm langen und etwa 2,5 cm breiten Blätter sind gegenständig angeordnet und nahezu sitzend. Sie sind von linealisch-lanzettlicher Form. Unterseits sind sie weißfilzig behaart, oberseits kahl von dunkelgrüner Farbe und glänzend. Die Blüten stehen einzeln und messen etwa 7 bis 10 cm im Durchmesser. Die drei Kelchblätter sind am Rand bewimpert und drüsig-klebrig. Die fünf Kronblätter sind weiß und am Grund oft gelb mit dunkelpurpurnen Flecken. Die kugelförmige Kapselfrucht ist sechs- bis zehnfächrig und die Blütezeit der Blume von April bis Juni. Sie wächst vorwiegend im westlichen Mittelmeerraum und auf den griechischen Inseln.

Angeblich erhielt sie ihre Wirkung durch ein Gespräch der Götter im Olymp, als diese darüber berieten, welche Pflanze welche Wirkung erhalten solle. Die Zistrose, so wurde vorgeschlagen, soll als Medizin für verwundete Soldaten eingesetzt werden. Daraufhin hätten sich allerdings einige Göttinnen gemeldet, die damit nicht einverstanden waren, da diese Blume so schöne und zarte Blüten habe, das sie eher für die Schönheit geeignet wäre. Die Pflanze versprach dann den Göttern beide Bedingungen zu erfüllen, und so tut sie das bis heute. Auf den griechischen Inseln (den Inseln der Seeligen) wird sogar heute noch der Tee der Zistrosen(-blätter) getrunken um damit das Imunsystem zu stärken. Verantwortlich für seine Wirkung ist das Labdanum, jenes Harz das diese Pflanze zum eigenen Schutz vor der großen Hitze und den Feuersbrünsten im Sommer produziert. Sogar die Bauern haben in früheren Jahres ihr Vieh in die Zistusfelder gescheucht, damit der Harz am Fell kleben bleibt und sie nach dem Scheren, durch das Auskochen der Wolle, das wertvolle Harz sammeln konnten. Das Bibelöl wird von Young Living in Frankreich und Spanien produziert und durch die Destillation der Blätter und Zweige der Zistrose gewonnen.

Ihr zarter, süßer, honigartiger Duft von schon von den griechischen Frauen auf Kreta sehr geschätzt und daher häufig als Parfum eingesetzt. Sie weihten es der Göttin der Aphrodite, die sicher bei der Bestimmung für die Zistrose ein Wörtchen mitgesprochen hat. Daher wird das Öl auch heute noch bei Heilsalben und Schönheitscremes verwendet. Die Ägypter und die Hebräer verwendeten die Zistrose wegen ihrer beruhigenden Wirkung als Duftstoff und Räucherwerk für Rituale und Tempelzeremonien. Auch ist sie seit sehr langer Zeit für ihre regenerierenden Eigenschaften bekannt, und wirkt besänftigend und belebend zugleich. So unterstützt es Besinnlichkeit und beratende Gespräche, was den Eingeweihten sehr hilfreich war.

Wie hilft Dir nun die Zistrose in der heutigen Nacht?

Der weiche sinnliche balsamartige Duft der Zistrose steht, neben den regenrierenden Eigenschaften, dafür das Du leichtere Zugänge in die meistverborgenen Türen Deines Inneren erhälst. Es wird Dir durch die Zistrose auf eine besonders intensive und doch sanfte Art und Weise ein Zugang zu den inneren Seelenbildern ermöglicht und noch unbewusst gebliebene Gefühle und Bilder werden liebevoll ans Licht gebracht und in der Gegenwart dieses wunderbaren Dufts wieder erlebt. Dabei vermittelt sie gleichzeitig ein Gefühl von Wärme, der die Seele vor Verletzungen schützt und Dich in Geborgenheit einhüllt. Auf der Seelenebene reinigt und entgiftet die Zistrose den feinstofflichen Körper, stärkt Deine intuitiven Fähigkeiten und unterstützt beratende und klärende Gespräche. Ihr Leitsatz lautet: “Ich kann mich auf mich selbst verlassen” und damit kannst auch Du nun für den Rest des Jahres diese Energie aufnehmen und sicher sein, das sich alles zu Deinen Gunsten richten wird. Mit dem Duft kannst Du spüren, wie die Stimmung steigt und Deine Emotionen sich Richtung positiv verschieben. Selbst klärenden Gespräche mit Freunden, Verwandten oder Bekannten wird hier ein liebevoller Raum geöffnet, in dem Du für Reinigung und Deine Bedürfnisse sorgen kannst. Deine Widerstandskraft wird durch den Duft der Zistrose gestärkt, sie richtet Dich neu aus und auf, und lässt Dein Selbstvertrauen natürlich wachsen.

Das Öl kann dazu beitragen die Noradrenalinproduktion anzuregen und ebenso die Dopaminproduktion. Dopamin wird auch als Glückshormon beschrieben und so ist es kein Wunder, das uns der Duft dieser Pflanze nicht nur überaus viele gute Gefühle macht, sondern auch noch der Trägheit und der Antriebsschwäche der Gar ausgemacht wird.

Also, wenn das mal nicht das Öl für diesen besonderen Abschlusstag der Rauhnächte ist. Alles, was jetzt noch verborgen lag, kannst Du in einem meditativen Moment ans Licht holen und dadurch ggf. transformieren. Erlebe alle vergangenen Tage noch einmal mit all Deinen Sinnen…höre, was zu hören war, sieh, was es zu sehen gab und spüre, was es in den vergangenen Tagen zu spüren gab, und alles was Dir nicht gut tut, das transformiere in Deinen Gedanken mit einem weißen Licht. Denke nur an die Geschichte von Frau Holle und Du wirst für Deine Wohltaten, die Du für Dich und das Universum geleistet hast, ausreichend belohnt werden. Für Dich persönlich empfehle ich Dir die oben genannten Punkte zu erfüllen und dann entspannt zu einem Stärkbier zu greifen und damit den Abend heute oder spätestens morgen zu beschließen. Bevor Du das tust, denke an die Spirale und verbrenne am morgigen Tag nicht nur die Links-Spirale, damit sich die Dinge transformieren können, sondern denke auch an die Wunschbox, falls Du eine gemacht hast und verbrenne den 12. Wunsch heute Nacht oder spätestens morgen früh. Dann dürfte nur noch ein Wunsch aus Deiner Wunschbox übrig sein. Lass Dich überraschen was für Dich dieses Jahr besonders wichtig sein wird. Ich wünsche Dir von Herzen ganz viel Glück dabei und vor allem gutes Gelingen.

In diesem Sinne möchte ich bei Dir, meinem Leser, von ganzen Herzen für Deine Unterstützung und Dein Feedback danken.
Ich freue mich, das die Beiträge zu den Bibelölen so viel Anklang gefunden haben und ich werde sicher weitere Berichte über die tollen Öle von Young Living schreiben.

Lass Dich überraschen und genieße das Leben an jedem neuen Tag.

Alles Liebe und Gute wünscht Dir

Deine Maria

P.S. Ein ganz besonderes Zeichen hat mich gerade überrascht, denn dieser Artikel hat genau 2015 Wörter 😀

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