Die Rauhnächte und die heiligen Bibelöle – Tag 1 – Onycha und die Geschichte der Öle

“…und die Blätter des Baumes dienen dem Volk zur Heilung”

Heute erfährst Du etwas über die ersten schriftlichen Erwähnungen der heiligen Öle, was sie sind und welchen Sinn sie für uns Menschen haben. Und im Anschluss werden wir einige Vorbereitungen treffen für die kommenden Rauhnächte, die für Dich die nächsten Tage sehr hilfreich sein werden, um Dich noch tiefer mit den Energien der Pflanzen und der Zeitqualität zu verbinden.

Essentielle Öle, insbesondere die der heiligen Bibelöle, sind das Lebenselexier der Pflanzen, weil sie für das Leben der Pflanzen notwendig sind und darin die Essenz einer Pflanze zu finden ist. Man nennt sie darum auch ätherische Öle, denn sie enthalten die Lebenskraft, Intelligenz und die gesamte Schwingungsenergie der jeweiligen Pflanze, und bestehen aus sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, die der Pflanze dazu dienen können, Insekten zur Bestäubung anzulocken, Schädlinge fernzuhalten und sich gegen Krankheiten zu schützen, die z. B. durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden. In biblischen Zeiten wurden daher ätherische Öle von den Menschen inhaliert, am Körper angewendet und eingenommen, denn sie spürten, das sich die Vorteile dieser Öle auf unser gesamtes Sein auswirken. Sie verwendeten die Öle für alle Zwecke, von der Erhaltung des Wohlbefindens, zur Steigerung der spirituellen Verfassung, bis hin zur emotionalen Befreiung, zur mentalen Reinigung und zur Läuterung der Folgen von Sünde. Während die fetten Öle der Olive, der Mandel oder des Leinsamen zur Ernährung und als Brennmittel für Licht dienten, wurden die aromatischen essentiellen Öle auch als Geschmacksstoffe, Parfüme, Räucherwerk, Salböle, bei Begräbnisse und zum Einbalsamieren verwendet. Und das wurde sogar schon in den alttestamentlichen Apokryphen (ca. 300J v.Chr.) nachweislich niedergelegt.

Die Geschichte der Öle in der Bibel beginnt mit Adam und Eva, als Gott sie in einen Garten und nicht in ein Haus setzte. Er plazierte die Beiden in einen Garten voller Natur, zwischen Blumen, Büschen, Bäumen und Gräsern, in dem sie glücklich leben konnten und mit allem versorgt wurden, was sie dafür benötigten. Und wer mag nicht gerne am liebsten der Natur nahe sein und die Gerüche um sich herum genießen. Ob es nun der Duft vom frischem Gras ist oder der beruhigende Duft von den Nadeln einer Tanne oder der Rinde einer Zeder. All diese Düfte kommen von den ätherischen Ölen, verströmt von den Pflanzen als ihre Art der Kommunikation untereinander, mit dem Tierreich und mit dem Menschen. So könnte man annehmen, das Gott (oder Universum, wie ich es gerne sage) uns einen heilenden Raum voll mit Aromen geliefert hat, der uns gesund hält und uns glücklich macht. Selbst durch die kleinsten Duftmoleküle der Blumen und Bäume, die wir nicht mal mit dem Geruchssinn wahrnehmen können, bietet Dir unsere natürliche Umwelt jederzeit die besten therapeutische Bedingungen, um auf allen Ebenen heil zu sein und zu werden.

Dieses Wissen hat sich Gary Young, wie auch bereits viele andere Menschen vor ihm, zu eigen gemacht und sich mit den Essenzen der Pflanzen beschäftigt. So kam auch Gary eines Tages zu den Bibelölen und daraus hat er eine Kombination von 12 Ölen (gemäß den 12 Jüngern) entwickelt, die in früheren Zeiten oft verwendet und in der Bibel erwähnt wurden.
Zu diesem Set aus Bibelölen von Young Living gehören:
Onycha, Sandelholz (Aloes), Ysop, Zypresse, Spikenard (Narde), Francincense (heiliger Weihrauch), Rose of Sharon (Cistus Rose), Myrthe, Galbanum, Cassia, Zedernholz und natürlich die weltbekannte Myrrhe, die ja in diesen Tagen zur Geburt des Christkinds eine wichtige Rolle gespielt hat.
Denn was haben die heiligen 3 Könige dem Christkind als Geschenke überbracht? Myrrhe, Weihrauch und Gold, also alles was einem König, Heiland und höchstem Priester gebiert.

Das erste Öl, das unsere Reise in die Rauhnächte einleiten wird, ist das Onycha Öl, auch bekannt als Styrax Benzoin.
Das Onycha-Öl war ein wichtiger Bestandteil des heiligen Salbungsöls und wird in Indien noch heute in einer Tempel-Weihrauch-Mischung geräuchert. Im 18 Jhd. wurde Onycha sogar in Krankenhäusern benutzt, um die Räume zu reinigen. Onycha war der dunklen Göttin HEKATE, der Herrin aller Hexen und Zauberinnen geweiht. Es ist ein sehr visköses Öl, weil es aus vielen schweren Terpenen besteht. Seine Farbe ist golden und Vanillinaldehyd gibt diesem Öl sein warmes Aroma, das sehr weiblich, meist süß, sinnlich und vanilleartig ist. Auf der seelischen Ebene löst Onycha seelische Verspannungen, gleicht Hysterie und Paranoia aus und wirkt harmonisierend bei Ärger und Reizbarkeit. Der Duft hilft Dir Dein Selbstvertrauen bis hin zur Selbstverwirklichung zu stärken, und wirkt dabei tief entspannend. Es entsteht ein Gefühl von Sicherheit und Hingabe, und es wirkt als spirituelles Schutzöl. Ein Leitsatz des Onycha lautet: “Den besonderen Moment nutzen”. Diesen kannst Du gut als Mantra nutzen, wenn Du spürst das die Kraft des Onycha Dir hilft.

Was kann es besseres geben, um in die Rauhnächte zu starten, denke ich so bei mir, nachdem ich dieses Öl intuitiv als erstes gewählt habe. So begleitet mich dieses Öl heute durch das Auftragen auf den Puls am Handgelenk und die Hauptschlagadern am Hals jetzt durch den ganzen Tag, und in der Nacht werde ich mir das Öl heute auf die Füsse streichen. Damit wirkt es durch die Vitaflexpunkte am Fuss noch einmal gestärkt auf das gesamte System.

Somit befinde ich mich bereits voll in den Energien der ersten Rauhnacht, die sich durch eine kurze Meditation noch weiter vertiefen lassen. Nimm Dir dafür ca. 30 Minuten Zeit und begebe Dich an einen Ort, wo Du Dich wohlfühlst. Selbst wenn dies nicht 100%ig möglich ist, so kannst Du jetzt ganz einfach zur Ruhe kommen und in Gedanken an Deinen Lieblings- Wohlfühlort reisen. Sofern Du das Öl oder entsprechendes Harz zur Verfügung hast, lass seinen Duft verströmen und atme dann einige Male tief ein. Dann lass einfach mal alle Gedanken los, schau wo es Dich hintreibt und welche Bilder oder Gefühle sich bei Dir jetzt zeigen. Was auch immer auftauchen mag, kannst Du tief entspannt alles sein lassen und einfach nur Notiz davon nehmen. Genieße diese Auszeit für Dich und schau nach den Zeichen und Dingen, die nun vor Deinem geistigen Auge sichtbar werden. Wenn Du genug Eindrücke gesammelt hast und wahrgenommen hast, was sich da zeigen will, dann hast Du anschließend die Möglichkeit das aufzuschreiben.

Dafür empfehle ich Dir zwei große Bögen Papier zur Hand zu nehmen, je größer desto besser. Dann zeichne jeweils eine rechts- und eine linksdrehende Schnecke zu darauf, die Du dann in 12 Teile aufteilen kannst (siehe Beispiel unten). Jeder Teil entspricht dann einem der 12 Rauhnächte und darf von Dir jeden Tag gefüllt werden. Diese Zeichnung vereinfacht also Vieles und macht es übersichtlich, um damit weiter zu arbeiten.

Die rechtsdrehende Schnecke dient für all die positiven Dinge und Gefühle, die Du gerne mehr in Deinem Leben haben magst.  rechts Spirale

Die linksdrehende Schnecke dient allem, das Du gerne loslassen, auflösen und transformieren willst.

links Spirale

So kannst Du Dich nun fragen, was gab es bisher Schönes in meinem Leben? Was oder Wer hat mir Freude bereitet? Was tue ich gerne, was will ich gerne erleben und was hat sich Schönes in der Meditation mit dem heutigen Öl/ Räucherwerk für mich gezeigt.

Das Gleiche gilt dann natürlich auch für die nicht so schönen Dinge. Ich beobachte mich und meine Umgebung in den folgenden Tagen und Nächten sehr genau und frage mich “Was war angenehm, was weniger?” Was war einfach für mich und hat gut geklappt, was fiel mir eher schwer? Was mir dabei immer wieder auffällt, das selbst das schlechteste Ereignis immer noch sein Gutes in sich trägt und mir oft mehr gebracht hat, als mir in den entsprechenden Momenten bewußt war. Und daher bedenke stets, das Dein Umgang damit viel wichtiger ist und das Schlechte weniger in den Dingen selbst liegt. Achte auch auf Deine Träume…!

Wenn die Rauhnächte vorbei sind, dann werde ich die Schnecke mit der negativen Spirale verbrennen und damit den transformativen Kräften des Universum übergeben. Die positive Spirale bekommt einen besonderen Platz in meinen Notizen und die werde ich mir dann im kommenden Jahren zu den Rauhnächten wieder zur Hand nehmen, um ein weiteres Mal eine Rück- und Vorschau zu halten.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine wunderbare Nacht, einen tollen neuen Tag und traumhafte Erkentnisse

Deine Maria

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Maria,
    danke für die wunderbare inspirierende Beschreibung der Bibelöle; zu mir kommt Onchya heute am 11. Tag und dankbar lasse ich mich durch diesen besonderen Duft, der auch tröstliches hat… begleiten.
    “Den besonderen Moment nutzen” – das passt gut zum Onchya, danke an dich und die Pflanzenwelt
    liebe Grüße von Christiane

  2. Danke liebste Maria für deinen Fleiß, deine Recherche und deine lebendige Art zu schreiben. Ich freue mich auf weitere gemeinsame Raunächte. Alles Liebe von Herzen, Jade

Schreibe einen Kommentar