Astrologie

Die Astrologie entspringt dem unbestimmten Empfinden, daß es eine große kosmische Einheit gibt
~ Johann Wolfgang von Goethe ~

Astrologie ist ein sehr umfassendes und weitreichendes Gebiet und je nach dem aus welchem Kulturkreis Du kommst, kann es hier Unterschiede in den Systemen geben.

Da ich in Deutschland aufgewachsen bin, war für mich in erster Linie die westliche Astrologie interessant. Wie auch Du sicher weißt gibt es als erstes die Unterscheidung der 12 Sonnenzeichen. Also der Widder, der Stier, der Zwilling, der Krebs, der Löwe, die Jungfrau, die Waage, der Skorpion, der Schütze, der Steinbock, der Wassermann und das Fischezeichen.

Die Sonne, der wir unser Leben hier auf Erde verdanken, steht in einem Horoskop in erster Linie für Deine Stärke, Vitalität, Begeisterung, Großzügigkeit, Deinen Charakter und Deine Fähigkeit als gereiftes Wesen und kreatives Geschöpf zu handeln. Sie zeigt die potentiellen Möglichkeiten eines Menschen, und durch das Haus, in dem sie zum Geburtszeitpunkt stand auch den Themenbereich in und durch den diese Stärken wirken.

Die Häuser in einem Horoskop richten sich ebenfalls nach den 12 Sternzeichen aus.
So entspricht z.B. das erste Haus dem Widder, das zweite Haus dem Stier usw. Mit den Häusern sind aber ebenso auch bestimmten Themen verbunden, wie zum Beispiel das 1. Haus entsprechend dem Widder für unsere Ich-Erfahrung, die Persönlichkeit und unsere Ausdrucksweise gegenüber unserer Umwelt darstellt.

Um das 1. Haus zu bestimmen, müssen wir als Erstes herausfinden was genau jemand für einen Aszendenten hat. Hierfür ist es wichtig, dass von einem Klienten eine möglichst genaue Geburtszeit und der Geburtsort bekannt ist, um den Aszendenten, den Stand der Sonne und den der anderen Planeten  in den einzelnen Häusern festzustellen. Ebenso ist es für einen Astrologen und dann natürlich auch für den Kunden interessant, welche Zeichen sich an den Spitzen der einzelnen Häuser wieder finden.

Und um die Wissenschaft der Astrologie vollständig zu machen kommt zu all dem dann auch noch die Aspektlehre hinzu. Das heißt, wie stehen Planenten oder auch Häuser in einem Horoskop in Beziehung zu einander.

Hier gibt es in erster Instanz die Unterscheidung zwischen den eher positiven Aspekte wie dem Trigon (120°) und dem Sextil (60°), welchen den Spannungsaspekten Quadrat (90°) und der Opposition (180°) gegenüberstehen. Des weiteren gesellt sich noch die Konjuktion (0°) dazu, das heißt zwei Planeten stehen relativ dicht nebeneinander. Bei der Aspektlehre werden von unterschiedliche Astrologen unterschiedliche Orbits (von welchem Grad bis zu welchem Grad gilt der Aspekt) festgelegt. Das ist meist von den beteiligten Planeten abhängig. Allgemein lasse ich eine Abweichung von etwa 6 Grad bei den oben genannten Aspekten gelten, heißt ein Orbit von 6°. Bei unwichtigeren gilt im Allgemeinen eine Abweichung von bis zu 3 Grad (Orbit 3°)
Also zum Beispiel findet sich in meinem Horoskop ein Aspekt bei dem der Jupiter und die Venus ca. 4 Grad auseinander stehen (Jupiter bei 9° und Venus bei 13 °) und somit spreche ich hier noch von einer Konjunktion beider Planeten.

Dann gibt noch die Halb-Aspekte wie das Quintil (72°) und das Halbsextil (30°) welche eher eine positive Wirkung nachgesagt wird, und das Halbquadrat (45°)m das Anderthalbquadrat (135°) oder Quinkunx (150°) welche ebenfalls eher Spannungsaspekte sind. Diese Aspekte kommen meist eher unbewußt zum Ausdruck, daher auch die Bezeichnung Halbaspekte.

Dies sind aus meiner Sicht erst einmal die wichtigen Bereiche für die allgemeine westlich orientierte Horoskopdeutung.

Aktuelle Zeiteinflüsse aus Deinem Horoskop zeigen sich durch die Transite. Die Sterne wandern ja nach Deiner Geburt weiter und erzeugen so stetig neue Horoskope und beeinflussen das Leben auf der Erde. Dabei bleiben die oben beschriebenen Aspekte gleich, und können sich damit auf Deine persönlichen Konstellationen und Häuser in Deinem Horoskopauswirken. Das heißt, das Dir ein guter Astrologe dadurch Hinweise geben kann, wann bestimme Zeitpunkte für z.B. einen Umzug, eine Reise oder einen Jobwechsel besser geeignet sind und wann eher nicht. Letztendlich liegt aber immer die Entscheidung bei Dir, ob Du dem folgst. Neben den täglichen Transiten gibt es natürlich noch weitere Astrologiemodelle auf dieser Welt, mit denen verschiedene Völker arbeiten und dabei dann natürlich ebenso die Transite beachten.

Dazu gehören unter anderem die chinesische Astrologie und die vedische Astrologie. Diese unterscheiden sich allerdings sehr im Ansatz.

Wusstest Du z.B. schon, das in China häufig vor einer Hochzeit ein Astrologe befragt wird, ob die Ehe eine gute wird und ob die beiden Partner zusammenpassen?

Die chinesische Astrologie beinhaltet die 5-Elementen Lehre, die Jahreszeiten denen bestimmte Tiere zugeordnet wurden (die 12 Erdlinien) und dem chinesischen Kalender, der sich an dem Mond orientiert. Jedes neue chinesische Jahr ist einem bestimmten Element unterworfen (Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde), dass 2 Jahre aufeinander gilt, sowie einem bestimmen Tier aus den sogenannten 12 Erdlinien zugeordnet.

2013 hatten wir z.B. das Jahr der Wasser-Schlange und 2012 war das Jahr des Wasser-Drachen. 2014 befinden wir uns nun im Jahr des Holzpferdes. Das chinesische Neujahr wird aufgrund der Abweichung bei den Mondzyklen meist zwischen Ende Januar und Mitte Februar gefeiert und somit wechselt dann zu diesem Zeitpunkt das Tier und alle 2 Jahre auch das Element. Die Einordnung eines Klienten nach diesen Prinzipien lasse ich mit bei meiner Betrachtung einfliessen, allerdings gilt das nur für das Element und das Tier. So kannst Du bei mir erfahren ob Du eine Ratte, ein Büffel, ein Tiger, ein Hase, ein Drache, eine Schlange, ein Pferd, eine Ziege, ein Affe, ein Hahn, ein Hund oder ein Schwein bist.
In der westlichen Astrologie gibt bzgl. des Planetenjahres einen ähnlichen Ansatz durch den 100-jährigen Kalender, so haben wir 2013 z.B. das Jahr des Mondes. Das bedeutet das Rückschlüsse aus der Natur und dem Planeten Hinweise auf Wetterlage und allgemeinen Gemütszustand bzw. Jahresthemen geben. Sehr spannende Ansicht wie ich finde…

Bei der vedischen Astrologie gibt es noch einen anderen Ansatz, bei dem nur die ersten 7 Planeten relevant sind. Dazu gehören dann Sonne, Mond, Venus, Mars, Merkur, Jupiter und Saturn.
Ich gestehe, das ich nach einigen Monaten Beschäftigung mit dieser Astrologie irgendwann alle Unterlagen in die Ecke geworfen habe, weil es gegenüber der westlichen Astrologie komplett anders ist. Hier veränderte sich alles, was schon damit anfing das ich meinen Aszendenten um ca. 23 Grad zurück rechnen musste und dann 12 gleichgroße Häuser habe. Bei all den Besonderheiten, die mir wirklich so interessant erschienen und die wohl auch beim Lesen eines Palmenblattes aus den berühmten Palmblattbibliotheken Berücksichtigung finden, bin ich da irgendwann einfach völlig durcheinander gewesen und habe mich dafür entschieden bei der westlichen Astrologie zu bleiben.

So wirst Du also hier auf der Astrolgieseite in der Hauptsache Informationen zu der westlichen Astrologie finden und ein paar Grundinformationen zu der chinesischen Astrologie.
Falls es Fragen gibt, die Dich zu diesem Thema bewegen oder Dir gefällt ein Beitrag ganz besonders, dann kannst Du mir gerne eine E-Mail schreiben oder etwas weiter unten einfach einen Kommentar hinterlassen.

Danke und viel Freude beim Stöbern…

Schreibe einen Kommentar